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Erbaut: 1853-1862 als "Nassauer Landesdom"

Einweihung: 13. November 1862

Architekt: Nassauischer Oberbaurat Carl Boos (1806-1883)

Form: dreischiffige Basilika ohne Querhaus

Stil: neugotisch

Ornamentik: klassizistisch

Material: Bruchsteinmauerwerk, mit Backstein verkleidet; Bauplastik aus gebranntem Tonstein

Vorbild: Werdersche Kirche Berlin (Schinkel)

Innenmaße: Länge 50 m (ohne Vorhalle und Chorumgänge), Breite 20 m, Höhe 28 m

Turmhöhen: Hauptturm 98 m, Seitentürme 58 m, Chortürme 73 m

Chorfiguren: Christus und die vier Evangelisten, geschaffen von Emil Hopfgarten in Anlehnung an Thorvaldsen's Figuren in der Frauenkirche zu Kopenhagen: Christus, Johannes, Matthäus, Markus und Lukas.

Chorfenster: (1953-62) zeigen Geburt (links), Kreuzigung (rechts) und Auferstehung (Mitte) des Herrn. Die alten Fenster mit Glasmalereien von
1862 bzw. 1900 wurden im 2. Weltkrieg zerstört.

Kanzel: aus goldfarben bronziertem Eisenguss (1862); auf den drei breiten Füllungen Symbole der christlichen Tugenden, von welchen gepredigt werden soll:
Das Kreuz des Glaubens, der Kelch der Liebe und der Anker der Hoffnung.

Weihnachtskrippe: geschaffen 1982 von Wolf Spemann; in Gestalt einer nach vorn geöffneten Schale aus Lindenholz (Aufstellung vom 4. Advent bis
2. Februar)

Glocken: Fünf Läuteglocken h0 - d1 - e1 - fis1 (1962, Gebr. Rincker, Sinn) a1 (1862, Andreas Hamm, Frankenthal). Die vier Glocken von 1962 tragen Symbole der vier Evangelisten (Mensch - Löwe - Stier - Adler) und je ein Wort aus dem betreffenden Evangelium. Vom ursprünglichen Geläut (1862) erklingt noch heute die "Kinderglocke" (a1). Eine weitere Glocke von 1862 ist beschädigt erhalten (gis1). Sie dient als Taufstein-Sockel im Altarraum der Kirche.

Glockenspiel (Carillon): erbaut 1986 von der niederländischen Glockengießerei Koninklijke Eijsbouts (Asten). 49 Bronzeglocken:
c1 (=2200 kg) bis d5 (=13 kg) Gesamtgewicht: 21 Tonnen. Vier der vorhandenen Läuteglocken (d-e-fis-a) sind in das Glockenspiel integriert; von Hand spielbar durch eine mechanische Klaviatur im Hauptturm in 65 m Höhe (Konzerte) sowie durch eine computergesteuerte Automatik (g2-a4) zu täglich festgesetzten Zeiten.

Orgeln: Hauptorgel von E.F.Walcker & Cie. (1863), umgebaut und erweitert durch Walcker (1929/38) und durch Gebr. Oberlinger (1970/82), Chororgel von Gebr. Oberlinger (1970/82) mit eigenem fahrbaren Spieltisch. Beide Orgeln sind getrennt und gemeinsam von beiden Spieltischen aus spielbar.
85 Register auf vier Manualen und Pedal, 6198 Pfeifen, 640 elektronische Setzerkombinationen (auf Diskette abspeicherbar, Sequenzschaltung), elektrische Spiel- und Registertraktur

Ausführliche Informationen enthalten folgende Veröffentlichungen, die in der Kirche und im Gemeindebüro erhältlich sind:

  • Die Marktkirche Wiesbaden (ausführlicher und illustrierter Kirchenführer)
  • Die Weihnachtskrippe der Marktkirche (Faltblatt zur Einweihung der Krippe)
  • Die Orgel der Marktkirche Wiesbaden (weitere Beiträge über die Organisten und das Carillon)
  • Die Orgel im Kurhaus Wiesbaden


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