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  • Das niederlaendische Koenigspaar macht vor Rathaus und in Marktkirche Station

    Das niederländische Königspaar kommt nach Wiesbaden – und jetzt steht auch fest, wo die Wiesbadener König Wilhelm und Königin Maxima zu Gesicht bekommen werden: vor dem Rathaus und der Marktkirche am Montag, 3. Juni.

    Nach einem kurzen Antrittsbesuch in Berlin, wo das Königspaar Kanzlerin Angela Merkel treffen wird, reisen die beiden nach Wiesbaden. Am Nachmittag, gegen 16.30 Uhr, werden sie hier erwartet, teilt das niederländische Königshaus mit. Ministerpräsident Volker Bouffier empfängt den frisch gekrönten König und seine Frau in der Staatskanzlei. Gegen 17.15 Uhr wird das Königspaar sich ins goldene Buch der Stadt Wiesbaden eintragen, und zwar auf der Treppe vor dem Rathaus, sodass die Wiesbadener die Gelegenheit bekommen dürften, sie die beiden aus der Nähe zu betrachten. Vom Rathaus gehen Wilhelm und Maxima zu Fuß weiter zu „Wilhelm der Schweiger“ vor der Marktkirche, dem Denkmal des niederländischen Nationalhelden Wilhelm von Nassau-Dillenburg (1533-1584), Fürst von Oranien, der Deutsche, der mit den Niederländern gegen die spanische Herrschaft kämpfte.

    Den gesamten Artikel finden Sie hier: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/13096680.htm

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  • Starorganistin Barbara Dennerlein konzertiert in der Wiesbadener Marktkirche

    Am Pfingstsonntag kommt sie um 17 Uhr in die Wiesbadener Marktkirche: Die international renommierte Orgel-Virtuosin Barbara Dennerlein spielt unter dem Motto „Jazz meets Church Organ“. Im Gespräch erzählt die vielfach ausgezeichnete Musikerin von ihrem ungewöhnlichen Konzert.

    Frau Dennerlein, Ihr Name wird gemeinhin eher mit Jazz als mit klassischer kirchlicher Orgelmusik in Verbindung gebracht. Wie kommt es, dass Sie auch in einer Kirche zu erleben sind?

    Ich habe schon vor fast achtzehn Jahren damit begonnen, in Kirchen oder Konzertsälen zu spielen. Anlässlich der Bachtage in Würzburg wurde ich damals gefragt, ob ich nicht mal an einer Pfeifen-Orgel spielen könnte. Und ich war begeistert: Das ist ein wahnsinnig interessantes Instrument mit vielen Klangfarben.

     

    Sie spielen normalerweise auf einer Hammond B3. Was zeichnet diese Orgel aus?

    Ihre Individualität. Keine ist wie die andere. Seit 1975 werden sie gar nicht mehr gebaut, bis dahin entstanden alle in Handarbeit. Das Besondere ist der Klang, der elektrisch und auf einer ganz besonderen Tonerzeugung auf elektromagnetischer Basis entsteht. Das ist ein Klang, der einem direkt in die Seele geht. Ich habe mich schon als Elfjährige in dieses Instrument verliebt.

     

    Es heißt, Sie nehmen Ihre eigene Orgel normalerweise mit zu ihren Konzerten. Wie geht das logistisch?

    Das geht ganz gut. Sie ist zwar schon über 50 Jahre alt, aber eine transportable Version, die sich zerlegen lässt. Und außerdem habe ich einen Techniker dabei. Aber wenn ich auch mal ohne auf Reisen gehen und an einer Kirchenorgel sitzen kann, genieße ich das sehr.

     

    Wissen Sie denn schon, was Sie in Wiesbaden spielen werden?

    Nein. Aber es werden eigene Kompositionen sein. Welche, das ist abhängig vom Instrument. Was ich auf jeden Fall dabei haben werde, sind meine Orgelschuhe.

     

    Orgelschuhe?

    Ja, das sind spezielle Schuhe, in denen ich ein gutes Gefühl habe. Anders als an der Hammond-Orgel, wo die tiefen Töne nur mit der Spitze des Fußes gespielt werden, bedient man an der Kirchenorgel die Bässe mit Spitze und Ferse. Ich trage deshalb Schuhe mit einer dünnen Ledersohle, die ich aus dem Ballettladen habe.

     

    Haben Sie denn schon mal in der Wiesbadener Marktkirche gespielt?

    Nein, noch nie – und ich freue mich darauf. Es ist ja immer sehr spannend, wenn man an ein neues Instrument kommt. Die Unterschiede sind enorm, was Größe, Anzahl und Anordnung der Register und Manuale betrifft. Da muss ich erst mal schauen, was die Orgel für einen Klang hat. Und welche Register. Bei der Hammond-Orgel gibt es kleine und sehr schnell bedienbare Zugriegel. Eine so große Orgel wie die in der Marktkirche mit rund 100 Registern muss man anders angehen, wenn man sein Spiel interessant registrieren will. Da muss man schon vorher überlegen: Wie komme ich durch das Stück? Dazu gibt es dann hier ja zum Glück eine automatische Setzeranlage, in die man vorher allerdings in vielen Stunden die Registrierung einspeichern muss. Aber schließlich will man dann beim Konzert ja „nebenbei“ noch spielen…

     

    Das Gespräch führte Birgitta Lamparth

    Quelle: http://www.wiesbadener-kurier.de/region/wiesbaden/meldungen/13094118.htm